Verschiedene Seilbahn Transportsysteme

Es gibt verschiedene Arten von Luftseilbahnen die in ihrem Anwendungsbereich und ihrer Förderkapazität Verschieden sind.

Die Lastenschwebebahn (TSB)

Die Lastenschwebebahnen sind meist nicht für Personentransporte konzipiert.
und brauchen daher auch keine Konzession.
Lastenseilbahnen werden meist dort gebaut wo der Warentransport auf der Strasse schlecht oder nicht möglich ist. So wurde manch entlegene Alp mit einer solchen Anlage erschlossen.
Die Förderkapazität liegt im Mittel bei 2000Kg/h

ehem. Meterialbahn Ferndorf Engstligenalp 3 Magnesitbahn Rathethein
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Der Schlepplift (SL)

In technischer Hinsicht handelt es sich um eine Umlaufbahn.
Anstelle von Gondeln oder Sesseln sind jedoch eine größere Anzahl von Schleppbügeln, -tellern am Förderseil befestigt. An den am Seil fest verankerten Schleppbügeln werden Skifahrer oder Snowboarder mir einer Schleppschnur befördert. Die Konzession wird vom Kanton erteilt.
Die Förderleistung liegt bei 600 bis 1200 Pers/h.
Werden nur im Wintertourismus eingesetzt ( Ausnahmen Sommerski, Sommerrodelbahn)
Zur Kapazitätssteigerung werden 2 Lifte parallel gebaut.

3-Eck Tellerlift Tellerlift Bügellift
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Sessellift mit fester Klemme (SB)

In technischer Hinsicht handelt es sich ebenfalls um eine Umlaufbahn.
Anstelle von Gondeln sind jedoch eine größere Anzahl von kleinen Sesseln mit einem Fassvermögen von bis zu 6 Personen fest am Förderseil befestigt. An den am Seil fest verankerten Sesseln werden Skifahrer oder Snowboarder sitzend befördert. Die Konzession wird vom Bund erteilt.
Die Förderleistung liegt bei 600 bis 1200 Pers/h. Werden meist im Wintertourismus eingesetzt.

fixe 4er Sessel fixe 3er Sessel fixe 2er Sessel
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Sessellift mit kuppelbarer Klemme (KSB)

In technischer Hinsicht handelt es sich ebenfalls um eine Umlaufbahn.
Anstelle von Gondeln sind jedoch eine größere Anzahl von kleinen Sesseln mit einem Fassvermögen von 2 bis 8 Personen die in der Tal und Bergstation vom Umlaufseil gekoppelt werden. An den am Seil gekoppelten  Sesseln werden Skifahrer oder Snowboarder sitzend und mit einer viel höheren Geschwindigkeit und kürzeren Fahrzeit befördert und dabei ist der Ein- und Ausstieg bequemer und die Förderleistung wesentlich höher. Die Konzession wird vom Bund erteilt.
Die Förderleistung liegt bei 1200 und 2900 Pers/h

4er Sesselbahn Moderne 4er Sesselbahn Sesselbahn mit Kurve
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Gondelbahnen (EUB)

In technischer Hinsicht handelt es sich  um Einseilumlaufbahnen.
Bei denen  Gondeln mit einem Fassvermögen von 2 bis 30 Personen, die in der Tal und Bergstation vom Umlaufseil gekoppelt werden, eingesetzt werden. Skifahrer Snowboarder und Wanderer sitzen oder stehen in einer wetterfesten Gondel und dabei ist der Ein- und Ausstieg bequem, aber die Förderleistung leidet unter diesem Komfort. Die Bahn kann auch mit einem Tragseile ausgestattet werden (2-Seilbahn), was grössere Spannfelder ermöglicht. Die Konzession wird vom Bund erteilt.
Die Förderleistung liegt bei 400 und 3000 Pers/h

10er Kabinen 6er Kabinen 4er Kabinen
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2-Seilbahn (ZUB)

Beschreibung siehe oben.

Laufwerk für eine ZUB Klosters Madrisa Bad Ragaz Wildboden
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Korblifte 

Bei Korblifte handelt es sich genau genommen auch um Gondelbahnen. Anstelle von geschlossenen Kabinen werden aber offene Stehkörbe für 2 oder mehr Personen verwendet. Grösstenteils wird auch auf eine Kuppelklemme verzichtet. Die Körbe fahren dann wie bei einer fixen Sesselbahn am stetig bewegenden Seil. Zum ein oder aussteigen muss man auf- oder ab dem fahrenden Korb springen. Förderleistung liegt bei 1000P/h. Wird heute nur noch selten und meist im zusammenhang mit Verbindungsbahnen gebaut. In Italien sehr weit verbreitet.

Talstation Korblift Umlenkrolle Bergstation
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Pendelbahn (PB)

Eine oder zwei Großraumkabinen verkehren im Pendelbetrieb zwischen Tal und Bergstation.
es sind meist Kabinen mit einem größeren Fassvermögen von bis zu 180 Pers. Die Kabine fährt mit Rollen auf einem oder zwei Tragseilen, auf denen auch die Hauptlast ruht. Die Konzession wird vom Bund erteilt. Die Förderleistung liegt bei 200 bis 1200 Pers/h.
Wird im Winter wie im Sommertourismus eingesetzt. Es können auch mehrere Kabinen in Gruppen an das Tragseil gehängt werden, dann spricht man von einer Gruppenpendelbahn

PB mit 100er Kabinen PB mit 130er Kabinen PB mit 30er Kabinen
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Standseilbahnen

Standseilbahnen funktionieren wie Pendelbahnen. Grosse Seilbahnwagen fahren pendelnd von der Berg zur Talstation bzw. zurück. Der grosse Unterschied zur Pendelbahn ist, dass die Wagen anstelle von Tragseilen, auf Eisenbahnschienen fahren. Es gibt Standseilbahnen die besitzen aber nur einen Wagen. Das Zugseil wird dann in der Bergstation auf eine Winde aufgewickelt. Hier spricht man dann von einer Windenbahn. Standseilbahnen mit 2 Wagen benötigen entweder 2 Schienenpaare oder eine Automatische Ausweiche System Abt. Dies ermöglicht, dass die Strecke einspurig gebaut werden kann und sich die Wagen auf der Streckenmitte kreuzen. Werden keine Eisenbahnschienen sondern spezielle Normprofile verwenden spricht man von einem Schrägaufzug. Standseilbahnen sind in grossem und ganzen Wetterunabhängig. Können Problemlos Kurven fahren oder auch Unterirdisch angelegt werden. Kapazität ist von der Wagengrösse abhängig. Es gibt Wagen bis 360Personen Fassvermögen. Neue Standseilbahnen werden vorteilhaft aufgeständert wodurch sich die Anpassungen am Gelände reduzieren lassen. 

alte Standseilbahn mit offenen Wagen Standseilbahn mit geschlossenen Wagen Aufgeständerte Standseilbahn
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Gruppenumlaufbahn (GUB) (GPB)

In technischer Hinsicht handelt es sich ebenfalls um eine Umlaufbahn.
Anstelle von einzelnen Gondeln sind jedoch eine größere Anzahl von kleinen Gondeln mit einem Fassvermögen von bis zu 20 Personen fest am Förderseil befestigt und zu Gruppen zusammengefasst. Die am Seil fest verankerten Gondeln werden in der Tal und Berstation angehalten und mit Skifahrer oder Snowboarder gefüllt. Die Konzession wird vom Bund erteilt.
Die Förderleistung liegt bei 600 bis 1200 Pers/h. Werden meist im Wintertourismus und Sommertourismus eingesetzt.

GUB mit 5er Gruppe GUB mit 4er Gruppe GUB mit 3er Gruppe
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Funitel

Ein äußerst windstabiles System mit dem auch bei  Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h gefahren werden kann. Dadurch, dass die Bahn  zwei Förderseilen im Abstand von 3m bis 3.2m hat, können sehr große Spannfeldler überwunden werden. Die Kabinen sind mit einer speziellen Luftfederung ausgestattet und haben  einen sehr hoher Fahrkomfort und ruhigen Lauf. Bei Fahrgeschwindigkeiten von 5 m/s bis zu 7,2 m/s werden Transportkapazitäten von 1800 - 4000 Personen pro Stunde erreicht. Das Erste Funitel wurde 1990 in Val Thorens von Städeli und Garaventa gebaut. Bisher bauten die Firmen Garaventa, Doppelmayr und Poma (Tochterfirmen inbegriffen) 14 Stück und jährlich werden es mehr. In der Schweiz stehen 2 Stück.

Funtitel in Crans Montana Talstation innen Funitel in Verbier
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Funifor

Eine Mischung aus Funitel und Pendelbahn. Wurde erst einmal gebaut. Die Firma Hölzl hat diese System entwickelt und man verspricht sich eine höhere Windstabilität.

Vor der Bergstation Talstation Laufwerk mit Seilausgleichscheiben
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3-S Bahn

Umlaufbahn mit den Vorteilen einer Pendelbahn. Großraumkabinen mit 30 Stehplätzen fahren im Umlaufbetrieb auf 2 Tragseilen und werden von einem Zugseil gezogen. Entwickelt durch die Firma Von Roll erstmals 1991 in Saas Fee erstellt. Es sind Fahrgeschwindikeiten von über 7m/s möglich. Sehr Energiesparender Betrieb und sehr Windstabil, zudem sehr Hohe Kapazität.Entwicklung und bau kostete über 70 Millionen Franken.

Alpinexpress 1 in Saas Fee Alpinexpress 2 in Saas Fee Neues Leitner Laufwerk
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